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Waris Dirie wuchs in einer Nomadenfamilie in der somalischen Wüste auf. Im Alter von fünf Jahren erlebte sie die Qualen der Beschneidung - ein Ritual, an dessen Folgen ihre Schwester und zwei Cousinen gestorben sind. Mit vierzehn floh sie zu Verwandten nach Mogadischu und arbeitete dann vier Jahre als Hausmädchen bei ihrem Onkel in London. Mit achtzehn wurde Waris Dirie als Model entdeckt.
Lange war es ihr nicht möglich, darüber zu sprechen, was ihr in jungen Jahren zugestoßen war. Doch nach und nach reifte in Waris Dirie der Entschluss, ihre Leiden vor der Öffentlichkeit nicht mehr länger zu verheimlichen. Sie schrieb ihr Aufsehen erregendes erstes Buch „Wüstenblume“, das zu einem riesigen Bestseller in 21 Ländern wurde und auch in Deutschland über 100 Wochen auf der Bestsellerliste stand. Heute lebt sie mit ihrem kleinen Sohn in New York und engagiert sich als Sonderbotschafterin der UNO gegen die Beschneidung von Frauen, die noch heute in 28 Ländern der Welt praktiziert wird.
Die Nomadin, die zu den erfolgreichsten Models der Welt gehört, wurde zur Anwältin von Millionen schweigender Opfer.

Autoren Bücher Inhalte
Waris Dirie
Wüstenblume
Kurzbeschreibung
Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum zugleich. Denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In Wüstenblume bricht sie erstmals ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte.
Waris Dirie
Nomadentochter
Kurzbeschreibung
Das neue Buch von der Autorin des Bestsellers »Wüstenblume«: die bewegende persönliche Auseinandersetzung einer Frau mit ihrem Leben zwischen zwei Kulturen. »Waris Dirie erreicht mit ihren Worten unsere Herzen!« Maria von Welser Fast zwanzig Jahre ist es her, seit Waris Dirie ihre Familie bei ihrer Flucht aus Somalia zurücklassen musste. Und immer war sie im Ungewissen, ob die Eltern und Geschwister in dem von Krieg und Hunger gepeinigten Land noch lebten oder nicht. Ausgelöst durch eine persönliche Krise, fasst Waris Dirie eines Tages den Entschluss, nach Somalia zurückzukehren, um sich selbst, ihre Familie, ihr Volk und ihr Land neu zu entdecken. Das Wiedersehen ist bewegend. Sie wird mit offenen Armen aufgenommen und genießt den so lange vermissten Familienzusammenhalt und das Gefühl der Geborgenheit. Doch nach all den Jahren im westlichen Ausland muss sie auch erkennen, dass sie nicht mehr in der Lage ist, sich den traditionellen Rollenvorstellungen so unterzuordnen, wie es von ihr erwartet wird. Sie spürt, dass sie in Somalia wohl nie mehr leben kann. Ihre Welt hat sich grundlegend und für immer verändert. Corine Preisträger 2002 (Sachbuch): "Zerreißprobe zwischen zwei Kulturen"
Fatma B. Rezensentin
Für viele von uns ein wunderschönes Urlaubsland! Das es aber noch Regionen gibt, wo die Menschen Tag für Tag ums Überleben kämpfen, sehen die meisten nicht. Fatma B ist in einem Kurdischen Dorf aufgewachsen und berichtet von ihrer Kindheit: dass sie schon als Kind auf dem Feld mit anpacken mußte; wie schwer ein Leben, ohne Wasser und Strom, ohne richtige medizinische Versorgung ist; wie streng die muslemischen Gesetze sind usw. Trotzdem gab es auch viele schöne Momente, denn die Dorfgemeinschaft war sehr ausgeprägt.
Als sie neun Jahre war zog sie mit ihren Familie nach Deutschland. Ein völlig anderes Leben begann und sie stand zwischen zwei Kulturen: ihrem Elternhaus, dass sich so gar nicht an das Leben hier anpassen wollte und dem Land, in dem sie nun leben sollte. Doch Fatma hat gekämpft! Sie hat sich für das Leben in Deutschland entschieden und sich letzendlich von ihrer Familie getrennt. Auch wenn es ein schwer Weg war (die Eltern ihres Mannes akzeptieren sie nicht; von ihrer eigenen Famlie kamen Morddrohung usw.), hatte sie den Mut ihn zu gehen. Bis zum Schluß spürt man die innere Zerrissenheit zwischen den beiden Welten.
Auch wenn es sich hier nur um ein "Einzelschicksal" handelt, ich denke man kann sehr gut erahnen, welche Probleme türkische Kiinder auch heute noch habe, wenn die Eltern ihren Glauben hier ohne Einschränkungen leben möchten!
Ein wirklich fesselndes und ergreifendes Buch!
Choga R. Egbeme
Hinter goldenen Gittern
Rezensentin
Als ich mit diesem Buch anfing, war ich über die, immer wieder auftauchende Ironie der Autorin überrascht. Meiner Meinung nach hat Choga Regina Egbeme dadurch ihre unbeschwerte Kindheit vorbildlich zum Ausdruck gebracht! Doch diese Unbeschwertheit ist schnell vorbei, als sie die Härte des Lebens durch die Hochzeit mit einem wesentlich älteren und ihr verhassten Mann zu spüren bekommt. Ich habe mit den Tränen gerungen, als die Autorin davon berichtete, dass der HI-Virus sowohl sie selbst, ihren (durch Vergewaltigung des Ehemannes gezeugten) Sohn und ihre deutsche Mutter befallen hat! "Hinter goldenen Gittern" ist ein Buch, dass die grausame Welt einer jungen Frau beschreibt, die nicht, wie man vielleicht annehmen sollte, im islamischen Glauben aufwächst(dies soll keinesfalls eine Verurteilung sein), sondern im Glauben an den christlichen Gott und seinen (schwarzen) Sohn Jesus Christus!

Ich würde dieses Buch allen weiterempfehlen, die an der Geschichte einer Halbdeutschen in Nigeria und ihrer furchtbaren,unter dem Deckmantel der Religion geschriebenen Geschichte interessiert sind!
Miriam Kwalanda
Die Farbe meines Gesichts
Kurzbeschreibung
Miriam Kwalanda hat Glück gehabt. Geboren in der kenianischen Provinz, Straßenkind in Nairobi, Hure am Strand von Mombasa, erfüllt sich für sie der Traum vieler kenianischer Mädchen: Umworben von weißen Freiern entscheidet sie sich dafür, als Ehefrau eines "Stammgastes" aus dem Ruhrgebiet ins "reiche" Deutschland zu gehen. Damit hat ihre riskante Gratwanderung zwischen den Welten, zwischen Gewalt und Sex, Selbstmordversuchen und unbändiger Lebensfreude ein vorläufiges Happy End gefunden.
Miriam Kwalanda und Birgit Theresa Koch erzählen mit authentischer Kraft, ohne Larmoyanz und mit schonungsloser Offenheit. Sie geben damit unserer westlichen Sicht auf die afrikanischen Verhältnisse eine neue Dimension.
Mende Nazar
Damien Lewis
Sklavin
Aus der Amazon.de-Redaktion
Selbst die Hunde in ihrem Heimatdorf hatten es besser, sinniert Mende angesichts der Essensreste, die die Dame des Hauses ihr vorgesetzt hat. Und das zwölfjährige Nuba-Mädchen aus den Bergen im südlichen Sudan kann sich auch nicht erinnern, in der Kindheit geschlagen worden zu sein: Kindheit, ein Idyll, das schlagartig erlischt in jener Nacht, als die arabischen Milizen in ihr Dorf einfallen: Die Hütten brennen, Männern werden die Kehlen durchgeschnitten, Frauen vergewaltigt. Zusammengepfercht auf der Ladefläche eines Lastwagens, finden sich Mende und ihre kleinen Freundinnen nach stundenlanger Fahrt im Haus eines Sklavenhändlers wieder -- Verteilerstation für die Häuser reicher Araber in Khartoum.

Mende Nazers im Frühjahr 1992 einsetzendes siebenjähriges Martyrium als "Abda" (Sklavin) gleicht einem Albtraum aus den finstersten Tagen der Leibeigenschaft. Nachts wie ein Tier in einem Verschlag gehalten, muss die "Yebit" (Arabisch für Mädchen), die keines eigenen Namens würdig ist, tagsüber einer Oberschichtfamilie in der Hauptstadt dienen. Ihrer Identität beraubt und sexueller Demütigung unterworfen, erlebt die junge Nuba, unter den Schlägen ihrer furchtbaren Herrin Rahab die so genannte Zivilisation als nicht enden wollende Fron.

Sehnsüchtige Gedanken an die Geborgenheit der fernen Dorfgemeinschaft halten sie am Leben. Ein karges Dasein, eingebettet in einen Kreislauf aus Geburt, Ackerbau und Tod, paradiesisch überreich jedoch angesichts ihrer jetzigen Existenz. Doch auch dieses Paradies wirft dunkle Schatten. Mendes Schilderung des unsäglichen Rituals ihrer Beschneidung fällt derart drastisch aus, dass mancher Leser diese Seiten überblättern wird. Als sie schließlich 1999 in das Haus eines hohen sudanesischen Botschaftsangehörigen in London weiterverkauft wird, beginnt Mende, inzwischen erwachsen, für ihre Freiheit zu kämpfen.

Mende Nazers erschütternder Bericht, den sie unmittelbar nach ihrer Flucht in London dem englischen Journalisten Damien Lewis in die Feder diktierte, legt den Finger in eine klaffende Wunde: den "heiligen Krieg" der Araber im Norden Sudans gegen die schwarzafrikanischen Völker des Südens, die systematische Kinderverschleppung und Versklavung. Was trotz weltweiter Proteste von der sudanesischen Regierung bisher stillschweigend geduldet wurde, nach Mendes eindringlichem Bericht wird darüber erneut geredet werden müssen. --Ravi Unger

Conny Herman
Das Recht auf Weiblichkeit
Kurzbeschreibung
Noch immer werden Mädchen auf schreckliche Weise genital verstümmelt. In authentischen Beiträgen berichten die Autorinnen, warum Menschen in den betroffenen Ländern Afrikas an dem grausamen Ritual festhalten. Das Buch beschreibt zudem die rechtliche und soziale Situation der betroffenen Menschen in Europa, denn selbst in Deutschland werden afrikanische Mädchen verstümmelt.
Solange die Verstümmelung von Mädchen gesellschaftlicher Konsens ist, können sich Einzelne nur schwer davon abwenden. Doch das Ritual wird brüchig: Das Buch gibt Einblick in viele Initiativen gegen Genitalverstümmelung im In- und Ausland, und es zeigt, in welcher Form man sich in eine Fremde Kultur einmischen kann und muß

Waris Diri Nomadentochter
4 Audio-CDs (Katja Riemann)